Die IG Metall Bayern fordert für die gut 10.000 tarifgebundenen Beschäftigten bei HVI fünf Prozent mehr Geld, eine starke soziale Komponente für die unteren Entgeltgruppen und für die Auszubildenden eine überproportionale Erhöhung ihrer Vergütung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Ein Angebot der Arbeitgeberseite ließ bislang auf sich warten. Mit Aktionen und Warnstreiks erhöht die IG Metall in dieser Woche vor der dritten Verhandlung in der Tarifrunde der bayerischen holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie den Druck auf die Arbeitgeber.
Auch bei Novem in Vorbach startete am Mittwoch eine erste Aktion um Anschub für ein Arbeitgeberangebot zu geben. Stellvertretend für die Belegschaft übergaben Vertrauensleute erneut die bayerische Forderung an den CEO und erinnerten ihn daran, dass es Zeit wird, sich weiter mit seinen Amtsbrüdern in Austausch zu begeben und ein handfestes Angebot vorzulegen.
„Die Arbeitgeber befinden sich bislang auf dem Holzweg. Nach zwei Verhandlungen haben sie immer noch kein Angebot unterbreitet. Gegen diese mangelnde Wertschätzung werden die Beschäftigten jetzt mit Aktionen ein Zeichen setzen“, sagt Bayerns IG Metall-Verhandlungsführer Björn Kannler.
"Eine ordentliche Lohnerhöhung ist dringen nötig. Die Beschäftigten leiden unter der gesunkenen Kaufkraft und der gestiegenen Arbeitsbelastung, die Unternehmen unter der Abwanderung von Fachkräften.“
Unterstützung für die Infoaktion am Donnerstag holten sich die Vertrauensleute bei ihrem kälteunempfindlichsten Kollegen, der leider schon viel zu lange auf das Arbeitgeberangebot gewartet hat.
Die dritte bayerische Tarifverhandlung findet am 20. Januar in Reichertshofen statt.
IG Metall-Vertreter aus Vorbach wirken dann auch direkt in der Verhandlungskommission mit.
Sicher ist, wir können nicht weiter abwarten. Die Zeit läuft.
Wenn am 20.1. keine Bewegung in die Verhandlung kommt, werden weitere Eskalationsstufen gezündet werden müssen.